Krippe
Die Bürgersaalkrippe – ein Meisterwerk Theodor Gämmerlers
Nach der Zerstörung des Bürgersaals im Zweiten Weltkrieg wurde Theodor Gämmerler 1947 mit dem Neubau einer Ganzjahreskrippe in der Unterkirche beauftragt. Bis 1968 entstanden unter seiner Leitung zwischen 170 und 200 verschiedene Szenen. Dabei vereinte Gämmerler seine Fähigkeiten als Bühnenbildner, Maler und Schnitzer zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.
Besonders charakteristisch ist die Bühnen- bzw. Kastenkrippe: Mit Kulissen, wechselnden Hintergründen und einer aufwendigen Beleuchtung schuf Gämmerler die Illusion dreidimensionaler Gemälde. Sogar Sterne, Abendrot und unterschiedliche Landschaften konnten durch die ausgeklügelte Bühnentechnik dargestellt werden.
Gämmerler fertigte die Ausstattung aus einfachen Materialien wie Holz, Pappe, Pappmaché, Stoff und Farbe. Entscheidend war für ihn, dass jedes Detail möglichst natürlich wirkte und alle Elemente in Größe, Form, Beleuchtung und Gestaltung perfekt aufeinander abgestimmt waren. Seine markanten Figuren werden bis heute als „Gämmerlertypen“ bezeichnet.


































































































